Aktuelles

05.12.2017

Forderung der Gastroenterologen – „Steuergeld auch fürs Praxispersonal“

Ärztenachrichtendienst, 04.12.2017

Der Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) fordert Steuergelder, um die steigenden Personalkosten für die Praxen auszugleichen. Und wendet sich in einem Brief an die geschäftsführende Bundeskanzlerin.

Verbandschef Beyer: „„Wir vermissen die Einsicht, dass auch im ambulanten Sektor Personalkosten und Personalkostensteigerungen anfallen.“ Weiterlesen

05.12.2017

Ambulante Bedarfsplanung: Ein Rohrkrepierer

Obwohl sich mehrfach gezeigt hat, dass die Bedarfsplanung ihre eigentlich angedachte Wirkung verfehlt, hält der Gesetzgeber an ihr fest. Nun soll der GBA an einem Lösungsmodell tüfteln. Der erste Aufschlag verspricht nichts Gutes.

Von Dr. Hans-Friedrich Spies

Die Bedarfsplanung in der ambulanten Versorgung ist ein wesentlicher Eckpfeiler, um das einst von Horst Seehofer festgesteckte Ziel der Beitragsstabilität bei der Steuerung der ambulanten Versorgung zu garantieren. Die beiden anderen Eckpfeiler sind das Ausgabenbudget, definiert über die Krankenkasseneinnahmen, sowie der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) als in sich geschlossenes und verbindliches Leistungsverzeichnis. Die Bedarfsplanung war dabei notwendig, um sich die Zustimmung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zu sichern: Die Vertragsarztzahl musste per Planung festgesetzt werden, um einen rasanten Einnahmeverlust der einzelnen Praxen zu vermeiden. Der Preis dafür war die Aufgabe der Niederlassungsfreiheit in Deutschland. Weiterlesen

04.12.2017

„Das Budget muss weg!“

Auch der Bayerische Internisten-Kongress ruft die Politik zum Handeln auf: Es gibt bessere Möglichkeiten der Steuerung in der vertragsärztlichen Versorgung als die Budgetierung. Sorgen bereitet der Landes- und der Bundes-Spitze des BDI die zunehmende Substitution ärztlicher Leistungen.

Von Klaus Schmidt

„Wir sollten den Blick nicht wie das Kaninchen auf die Schlange stets auf das Budget richten, denn es gibt in unserem System bessere Möglichkeiten der Steuerung“, stellte BDI-Präsident Dr. Hans-Friedrich Spies beim Bayerischen Internisten-Kongress Ende Oktober in München fest. Deshalb nannte er den Ansatz des Hausärzte-Verbands, Verträge außerhalb des Budgets abzuschließen, einen guten Weg. Hausärzte wie Internisten seien daran interessiert, Leistungen außerhalb der Budgetierung anzubieten und dafür andere Wege der Vergütung zu finden. Weiterlesen

01.12.2017

Das Schaltwerk für vernetzte Sektoren

Das Aufbrechen der Grenze ambulant-stationär ist müßig. Mehrfach hat sich der Gesetzgeber daran versucht. Nicht alle Ansätze waren schlecht. Das zentrale Schaltproblem hat er aber stets vernachlässigt: einheitliche Vergütungsregeln. Wir zeigen, wie diese aussehen könnten.

Von Tilo Radau

Das Gesundheitswesen in Deutschland wird aufgrund seiner tradierten Strukturen stets sektoriert betrachtet. Hiervon sind vor allem die ambulante und die stationäre Versorgungsebene betroffen. Ausgelöst wird eine solche Trennung überwiegend durch die Finanzierungssystematiken, die stets ein sektorales Budgetierungssystem vorsehen. Hierdurch ergibt sich zudem die Tatsache, dass jeder Leistungsbereich bei allen Ansätzen zur Überwindung der Sektorengrenzen zunächst das eigene Territorium zu verteidigen versucht und somit auch kleinste „Grenzkorrekturen“ bekämpft. Weiterlesen

28.11.2017

Private Zusatzversicherungen wären die Profiteure der Bürgerversicherung

„Die Bürgerversicherung würde wie ein Brandbeschleuniger für eine echte Zweiklassenmedizin in Deutschland wirken“, warnen die Vorstandsvorsitzenden der in der Allianz Deutscher Ärzteverbände vertretenen Organisationen. Sie kritisieren, dass es bis heute kein auskalkuliertes Konzept für die Bürgerversicherung gibt. „Dagegen steht fest, dass die Gewinner dieser pseudogerechten Ideologie einiger Politiker die privaten Zusatzversicherungen wären“, betont der amtierende Allianz-Sprecher und Chef von MEDI GENO Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner. Weiterlesen

28.11.2017

Niedergelassene Ärzte warnen vor Einknicken bei der Bürgerversicherung

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands warnt davor, der SPD mit der Einführung einer „Bürgerversicherung“ ein Zugeständnis für Verhandlungen zu einer Großen Koalition zu machen. „Das wäre ein Einknicken mit fatalen Folgen: Die Bürgerversicherung verursacht eine unwiederbringliche Zerstörung von funktionierenden Strukturen. Sie ist die Abrissbirne an einem bewährten System, das die Bevölkerung und internationale Organisationen wie die OECD für das beste der Welt halten. Die freie Arztwahl, der niedrigschwellige Zugang zu wohnortnahen Haus- und Fachärzten und die europaweit kürzesten Wartezeiten wären schnell beendet“, prognostiziert der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich. Weiterlesen

21.11.2017

KBV warnt nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche vor einem Stillstand im Gesundheitswesen

Deutsches Ärzteblatt Online

Montag, 20. November 2017

Berlin – Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen warnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor einem Stillstand im Gesundheitswesen.

„In der Gesundheitspolitik gibt es Herausforderungen und Aufgaben, die wir so schnell wie möglich angehen und lösen müssen“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen. Beispiele dafür seien unter anderem die Verzahnung von Bereitschafts- und Notfalldienst und die stärkere Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Strukturen. Er betonte, die KBV stehe bereit, diese Herausforderungen zu lösen, und habe dazu Optionen und Vorschläge aufgezeigt. „Dies kann jedoch am besten mit einer stabilen und verlässlichen Politik gelingen. Deshalb mein Appell an die politischen Akteure, möglichst rasch den momentanen Schwebezustand zu beenden“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende. Weiterlesen

17.11.2017

Hartmannbund: Politik will Ärzte in der Grundversorgung ersetzen

Deutsches Ärzteblatt Online, 17.11.2017

Berlin – Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Klaus Reinhardt, hat davor gewarnt, dass Ärzte innerhalb des Gesundheitswesens zugunsten günstigerer nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe ersetzt werden. „Die Politik versucht, halb heimlich, arztersetzend, die ambitionierten Pflegevertreter in der Grundversorgung zu etablieren“, sagte Reinhardt auf der Haupt­ver­samm­lung des Verbands heute in Berlin. Die Politik erhoffe sich dabei, die Basisversorgung deutlich preisgünstiger zu gewährleisten. Zudem werde das Gesundheitssystem dadurch von seiner Arztzentriertheit „befreit“. Weiterlesen

15.11.2017

Wegfall der Budgets: Fachärzte unterstützen KBV-Forderung

Ärzte Zeitung online, 14.11.2017

Der Appell von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen an die Jamaika-Sondierer, die niedergelassenen Ärzte endlich aus dem engen Korsett der Budgetierung zu befreien, stößt beim Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) auf große Zustimmung. Denn: Die Budgetierung der Vergütung „ist für den spürbaren Landarztmangel und Arztmangel in sozialen Brennpunkten unserer Städte, den zunehmenden Zeitmangel in Arztpraxen aufgrund notwendigem Abbau von Personal und den Investitionsstau in der ärztlichen Versorgung verantwortlich“, so der Verband. Weiterlesen

14.11.2017

Jamaika bietet Chancen für Kehrtwende in der Gesundheitspolitik

Der Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands sieht in einer Jamaika-Koalition große Chancen, die Weichen in der Gesundheitsversorgung umzustellen und grundlegend neue Wege zu gehen: „Mit einer schwarz-gelb-grünen Koalition eröffnet sich die Möglichkeit, die Fehler der Vergangenheit zu beheben. Denn gerade die staatlichen Steuerungsphantasien der Vorzeit haben die strukturellen Probleme der Gegenwart und die Herausforderungen der Zukunft verursacht. Damit muss jetzt Schluss sein“, erklärt Dr. Dirk Heinrich, der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes. Weiterlesen

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