28.09.2020

Ärzteschaft – SpiFa plädiert für eine Überwindung der Sektorengrenzen

Berlin – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) lehnt die Inhalte des jüngst vom Marburger Bund vorgelegten Positionspapiers für eine Krankenhausreform ab.

Einer Konservierung der Strukturen und deren Sektorenegozentrik stehe man ausdrück­lich kritisch gegenüber, so der SpiFa. Die Sektorengrenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung müssten vielmehr durch das SpiFa-Konzept „ärztlich intersek­toraler Leistungen“ überwunden werden.

„Gerade in der Überwindung der Sektorenegozentrik liegt die Chance der Befreiung auch des Krankenhausarztes von struktureller Beeinträchtigung der Freiberuflichkeit durch rein kaufmännisch agierende Krankenhausgeschäftsführungen“, so Lars F. Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa.

„Wenn die stationäre Versorgung aus unterschiedlichen Gründen nicht sichergestellt werden kann, sollen nach Vorstellung des Marburger Bundes die Vertragsärzte einspringen“, monierte Lindemann.

Damit werde deutlich, dass man sich zwar eine stärkere Vernetzung wünsche – aber innerhalb bestehender Sektorengrenzen. „Im Interesse der gewerkschaftlichen Vertretung setzt man weiterhin auf die stationäre Versorgungsebene und auf den angestellten Arzt“, kritisierte Hans-Friedrich Spies, Vorstandsmitglied des SpiFa. 

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