Aktuelles

06.12.2018

Vertragsärzte fordern Sperre für Termin-Schwänzer

Rund 30 Prozent der über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vermittelten Arzttermine werden unentschuldigt von den Patienten versäumt. Das ergaben Rückmeldungen beim Verband der niedergelassenen Ärzte Deutschlands, NAV-Virchow-Bund.

„Bei der jetzt geplanten gesetzlichen Ausweitung der Terminservice-stellen muss eine Sperre für diejenigen Patienten eingeführt werden, die ihren Termin unentschuldigt versäumen. Wer sich über die Vermittlungsstellen der KVen einen Termin besorgt und ihn dann ohne rechtzeitige Absage nicht wahrnimmt, der soll für vier Wochen für alle weiteren Termine über die Terminservicestellen gesperrt werden“, so die Forderung des Bundesvorsitzenden des NAV-Virchow-Bundes, Dr Dirk Heinrich. Weiterlesen

29.11.2018

Dieses Projekt ist eine Grenzüberschreitung!

Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat dem gestern vorgestellten Projekt einer Kooperation der Techniker Krankenkasse und Ada eine scharfe Absage erteilt.  Weiterlesen

29.11.2018

Gesundheits-Apps: Nicht ohne Vertragsärzte

Zur Ankündigung der Techniker Krankenkasse (TK), ihren Versicherten die Gesundheits-App „ADA“ anzubieten und sich nach Diagnosestellung von Ärzten im TK-eigenen Ärztezentrum beraten zu lassen, erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Dirk Heinrich:

„Wir Ärzte müssen und werden die Digitalisierung und die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) nutzen. Apps wie z.B. ADA werden von Patienten immer stärker genutzt und die Ergebnisse dieser Apps werden voraussichtlich auch immer besser. Weiterlesen

26.11.2018

Psychotherapeuten – Ausbildung auf Kosten der Arzttöpfe?

Ärzte Zeitung online, 23.11.2018

Der SpiFa fürchtet, dass die Neuausrichtung der Psychotherapeutenausbildung die niedergelassenen Ärzte gleich mehrfach belastet.

Die Reform der Psychotherapeutenausbildung sorgt erneut für Unmut in der Ärzteschaft: Wie der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) berichtet, soll noch im Dezember ein Referentenentwurf vorgelegt werden, über den „ein neuartiges psychologisches Versorgungssystem“ umgesetzt werden solle.

Keinesfalls handele es sich um eine „Direktausbildung Psychotherapie“, so der Verband. Es solle vielmehr in zwei Stufen ein Psychologe unterhalb des Niveaus eines heutigen klinischen Psychologen ausgebildet und auf der Grundlage von drei Semestern Lehrinhalten eines Masterstudiums heilkundlich approbiert werden. „Er soll explizit keine Psychotherapie durchführen können, aber flächendeckend überall tätig werden können“, moniert der Verband. Weiterlesen

23.11.2018

SpiFa fordert konstruktiven Dialog

Im Dezember wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Referentenentwurf erscheinen. Dessen Gegenstand ist die geplante Neuregelung der Ausbildung der psychologischen Psychotherapeuten. Es gibt Hinweise darauf, dass der Gesetzentwurf zügig durch den parlamentarischen Beratungsprozess gebracht werden soll. In der Fachöffentlichkeit fehlt dazu bisher jedoch ein Meinungsbildungsprozess. „Den wollen wir anschieben“, sagt SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann am Freitag in Berlin.

Im Arbeitsentwurf zur Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung geht es um eine Strukturreform des deutschen Gesundheitssystems. Dabei soll ein neuartiges psychologisches Versorgungssystem umgesetzt werden. Teil dessen sind neue Tätigkeitsfelder – auch außerhalb der jetzigen Grenzen des Gesundheitssystems. Das betrifft unter anderem den ambulanten Sektor großflächig. Keinesfalls handelt es sich um eine „Direktausbildung Psychotherapie“. Vielmehr soll in zwei Stufen ein Psychologe unterhalb des Niveaus eines heutigen klinischen Psychologen ausgebildet und auf der Grundlage von drei Semestern Lehrinhalten eines Masterstudiums heilkundlich approbiert werden. Er soll explizit keine Psychotherapie durchführen können, aber flächendeckend überall tätig werden können.

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20.11.2018

Elektronische Arzneimittelinformations-Verordnung: Ärzteschaft vermisst Klartext

Ärzte Zeitung online, 20.11.2018

Die Abbildung des Zusatznutzens in der Praxis-EDV nimmt Gestalt an. KBV, BÄK und SpiFa vermissen jedoch eine eindeutige Vorgabe, dass keine Verordnungssteuerung über das AIS stattfindet.

Von Christoph Winnat

Ärzte sollen über den Zusatznutzen neuer Arzneimittel besser informiert werden: Das ist das Ziel der „Elektronischen Arzneimittelinformations-Verordnung“, deren Entwurf das Bundesgesundheitsministerium Mitte Oktober vorgestellt hat. Rechtsgrundlage ist das Arzneimittelversorgungs-Stärkungsgesetz vom Mai 2017.

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20.11.2018

Ärzteschaft fordert Arztinformations­system auch für den stationären Bereich

Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben den Entwurf der Rechtsverordnung für ein Arztinformationssystem (AIS) grundsätzlich begrüßt, aber Änderungen und Ergänzungen gefordert.

Das AIS soll Ärzte bei der Verordnung unterstützen. Dazu soll es in einfacher und übersichtlicher Form über die Beschlüsse des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) zur frühen Nutzenbewertung von Arzneimitteln informieren. Die Mindestanforderungen an das System legt das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium in einer Rechtsverordnung fest, deren Entwurf seit Mitte Oktober vorliegt. Weiterlesen

20.11.2018

Bündnis Junger Ärzte unterstützt Aufruf für neues Arztbild

Ein Wandel im ärztlichen Berufsalltag und ein neues Arztbild fordert das Bündnis Junge Ärzte (BJÄ) – ein fachgebietsübergreifender Zusammenschluss von Nachwuchsmedizinern aus aktuell 22 Verbänden. Die Nachwuchsärzte verschiedener Fachgebiete verlangen unter anderem mehr Zeit für die Patienten-Arzt-Beziehung und weniger Öko­nomi­sierung in der Medizin.

Das Bündnis stellt sich damit hinter eine kürzlich veröffentlichte Bestandsaufnahme zur Arbeits- und Lebenswirklichkeit junger Ärzte im Deutschen Ärzteblatt. „Die Zahl der Ärzte in Elternzeit steigt, aber innovative Arbeitszeitmodelle und flexible Kinderbetreuungsangebote sind weiterhin rar“, kritisierte Mira Faßbach, Sprecherin des BJÄ.

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20.11.2018

Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt: Berufsverband der Deutschen Urologen fordert große Impf-Allianz

Immer neue Masernausbrüche, mehr als 10.000 Keuchhustenfälle im letzten Jahr und Grippe-Impf­quoten, die bei gut einem Drittel der über 60-Jährigen stagnieren: Deutschland steht im Kampf gegen impfpräventable Erkrankungen schlecht da. „Zur Verbesserung des Impfschutzes der Bevölkerung benötigen wir eine gesamtgesellschaftliche Impf-Allianz mit Beteiligung des Gesetzgebers, um neue Strukturen und Rahmenbedingungen einführen zu können“, sagt der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BvDU), Dr. Axel Schroeder. Der Verband stellt diese Forderung vor dem Hintergrund der laufenden Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung, mit der sich die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der BvDU noch bis zum 23. November gemeinsam für die bundesweite Aufklärung über die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) einsetzen. Weiterlesen

19.11.2018

BDI: Mit Internisten gegen den Hausärztemangel!

Für den Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI) kann die hausärztliche Versorgung zukünftig nur durch die stärkere Einbindung von Internistinnen und Internisten sichergestellt werden. Wenn die Politik dem drohenden Versorgungsmangel beikommen will, müssen die Fördermaßnahmen für den hausärztlichen Versorgungsbereich auf alle dort tätigen Fachgruppen ausgeweitet werden.

Bisher wird die hausärztliche Versorgung laut §73 Abs. 1a SGB V durch drei Fachgruppen sichergestellt: Allgemeinmediziner, Internisten ohne Schwerpunkt und Kinder- und Jugendärzte. Die Altersstruktur unter den aktuell praktizierenden Hausärzten und der ausbleibenden Nachwuchs in der Allgemeinmedizin gefährden die Versorgung jedoch nachhaltig. Weiterlesen

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