02.07.2020

Ambulante Weiterbildung – Urologen kämpfen für mehr Nachwuchsförderung

Die Urologen machen sich Sorgen um ihren Nachwuchs. Sie fordern mehr Geld für die Weiterbildung – und verweisen auf die Allgemeinmedizin. Hier gibt es Zuschüsse von Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen.

Ohne finanzielle Förderung der urologischen Weiterbildung in Praxen drohe vor allem auf dem Land eine ambulante medizinische Unterversorgung, warnt BvDU-Chef Schroeder.

„Wir brauchen mehr ambulante Weiterbildungsstellen“, fordert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen.

„Wir brauchen mehr ambulante Weiterbildungsstellen“, fordert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. Nur so lasse sich der wachsende Bedarf an urologischen Fachärzten decken. Schroeder wünscht sich mehr finanzielle Nachwuchsförderung für sein Fach. Diese sei „ein wichtiges Argument für junge Ärztinnen und Ärzte, einen Teil ihrer Weiterbildung in der ambulanten Versorgung zu absolvieren“.

Der Verbandschef verweist dabei auf die Allgemeinmedizin. Hier gibt es seit Jahren gesetzliche Subventionen durch die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen. Bei den Fachärzten sehe das anders aus. Die Fachgruppe Urologie erhalte nur hin und wieder Zuschüsse einzelner Kassenärztlicher Vereinigungen. Damit hätten Praxen kaum einen Anreiz, Weiterbildungsassistenten einzustellen. Daher setze man sich dafür ein, dass sich nicht nur die KVen, sondern auch die Kassen an der Finanzierung beteiligen, sagt Schroeder. Gerade laufen in Berlin Gespräche zur Weiterbildungssituation in der Urologie.

„Wir müssen ein Umdenken herbeiführen, denn Urologen sind wichtige Grundversorger“, so der Verbandschef. Ohne finanzielle Förderung der urologischen Weiterbildung in Praxen drohe vor allem auf dem Land eine ambulante medizinische Unterversorgung.

Quelle: Ärztenachrichtendienst, 02.07.2020