12.02.2021

App – Ärzte und MFA können Corona-Impf-Nebenwirkungen digital dokumentieren

Eine App für Ärzte und medizinisches Personal soll dabei helfen, Effektivität und Sicherheit der Corona-Impfung zu ermitteln. Ziel ist eine Datenbasis über 12 Monate.

Berlin. Niedergelassene Ärzte und medizinische Fachangestellte (MFA), die bereits gegen Corona geimpft sind, können die Begleiterscheinungen der Impfung ab sofort digital dokumentieren. Das Deutsche Institut für Fachärztliche Versorgungsforschung (DIFA) hat dafür gemeinsam mit dem Digital Health Unternehmen docdok.health die DIFA1-App entwickelt. Informationen zu Effektivität und Sicherheit der Impfung sollen auf diese Wiese zusammengetragen und im Rahmen einer Kohortenstudie transparent ausgewertet werden, heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstag.

Patrick Lieberkühn, Geschäftsführer des DIFA betont, dass mit der App die Datenlage zu den Fragen „Wie lange schützt die Corona Impfung?“, „Schützt sie auch zuverlässig gegen die neuen Coronavirus-Varianten?“ und „Gibt es diesbezüglich Unterschiede bei den Impfstoffen?“ verbessert werden soll.

„Intelligenter“ Chatbot fragt nach

Laut DIFA erfragt die App über einen intelligenten Chatbot alle relevanten Angaben zum richtigen Zeitpunkt. Dies ermögliche eine spezifische Datenerhebung in regelmäßigen Abständen ab dem Impftag, heißt es. Enthalten ist auch eine Terminerinnerungsfunktion für die Folgeimpfung. Ziel ist eine Datenbasis, die über einen Zeitraum von 12 Monaten nach der Impfung neben unerwünschten Wirkungen vor allem auch Informationen zur Effektivität im Schutz vor Infektionen liefern soll.

Derzeit fehlten ausreichende evidenzbasierte Informationen über die Effektivität der Impfstoffe vor allem bei den verschiedenen Virusmutationen aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien, heißt es.

Die Angaben würden strukturiert erfasst und ausgewertet, bevor sie in die Studie einfließen. Außerdem könnten die Daten Institutionen des Gesundheitswesens zur Verfügung gestellt werden, so das Institut. Die App baut auf einer bereits vorhanden digitalen Terminvorbereitungs-App zur verbesserten Anamneseerhebung und Patientenbegleitung zwischen Konsultationen auf, die als Medizinprodukt bereits zertifiziert ist.

Mehr Informationen vom Deutschen Institut für Fachärztliche Versorgungsforschung zu DIFA1 auf deren Webseite.

Quelle: https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Aerzte-und-MFA-koennen-Corona-Impf-Nebenwirkungen-digital-dokumentieren-417054.html