04.04.2019

KI: Chancen statt Risiken sehen

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat am Vorabend seines 5. SpiFa-Fachärztetages, der am 5. April in Berlin stattfindet, zu einem Fach-Warmup geladen. Das Thema: „Künstliche Intelligenz – das neue ärztliche Konsil“.

„Wir müssen mehr über die Chancen von Digitalisierung und über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz reden, und nicht ständig Risiken und Bedenken beschreiben“, mahnte SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann am Donnerstag in Berlin. Lindemann ist überzeugt: „Wer klar den Nutzen beschreiben kann, wird auch ohne Probleme Veränderungen bewirken können.“ Beim Fach-Warmup „Digital meets analog“ gab es am Abend mehrere Impulsreferate, mit dabei waren die Unternehmen DocMorris, Ada Health und PwC. Aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) war zudem Christian Klose zu Gast, Abteilungsleiter in der neu durch das TSVG geschaffenen Unterabteilung „gematik, Telematikinfrastruktur und eHealth“ im BMG.

Während PwC das von ihm mitentwickelte „PHREND“ Versorgungsprogramm für MS-Patienten präsentierte, stellte Ada Health seine bereits seit 2011 von Ärzten, Wissenschaftlern und Softwarespezialisten entwickelte, KI-gestützte Gesundheitsplattform vor. Und DocMorris zeigte, dass das Unternehmen mehr als ein Versandhandel ist. „Ärzte haben eine hohe Bereitschaft, neue Technologien einzusetzen“, schätzt SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lindemann ein. Deshalb sei es unerlässlich, innovative und langfristig für die Patientenversorgung gewinnbringende Konzepte gemeinsam zu diskutieren. „Der heutige Abend hat einmal mehr bewiesen, dass viele Akteure im Gesundheitswesen auf dem richtigen Weg sind und für den Einsatz von KI bereits solide Konzepte entwickelt haben.“