28.09.2020

Klinikreform – SpiFa kritisiert MB-Vorschläge

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (Spifa) lehnt die Vorschläge des Marburger Bunds zu einer Reform der Kliniklandschaft ab. Diese konservierten die Sektorengrenzen.

„Im Interesse der gewerkschaftlichen Vertretung setzt man weiterhin auf die stationäre Versorgungsebene und auf den angestellten Arzt“, kritisiert Spifa-Vorstand Spies die Vorschläge der Ärztegewerkschaft.

Sektorengrenzen seien aus medizinisch-ärztlicher Sicht überholt und behinderten eine patientengerechte Versorgung, kritisiert der Spifa am Donnerstag in einer Reaktion auf die Reformvorschläge des Marburger Bunds.

Die Ärztegewerkschaft hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, in unterversorgten ländlichen Regionen stärker auf eine Zusammenarbeit der Kliniken mit den Vertragsärzten zu setzen. Dies zeige, dass sich die Ärztegewerkschaft zwar eine stärkere Vernetzung wünsche, aber innerhalb bestehender Sektorengrenzen. „Im Interesse der gewerkschaftlichen Vertretung setzt man weiterhin auf die stationäre Versorgungsebene und auf den angestellten Arzt“, so Dr. Hans-Friedrich Spies, Vorstandsmitglied des Spifa.

Patienten wollten die bestmögliche Versorgung, egal ob ambulant oder stationär. Der Facharztverband plädiert daher dafür, die „Sektorenegozentrik“ zu überwinden. Denn daran liege die Chance, den Krankenhausarzt von von „rein kaufmännisch agierenden Krankenhaus-Geschäftsführungen“ zu befreien, so Spifa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann.

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