29.10.2020

Positionspapier von Wissenschaft und Ärzteschaft zu COVID-19

Uns alle beschäftigt die COVID-19-Pandemie bereits seit einigen Monaten. Wir haben in dieser Zeit aus ärztlicher und aus wissenschaftlicher Sicht viele Erfahrungen sammeln können, aber auch gesehen, welche massiven Auswirkungen Maßnahmen wie ein Lockdown oder ähnliches für die Wirtschaft, viele kulturelle Einrichtungen, Familien und unser aller Leben haben.

Die KBV plädiert daher für einen Strategiewechsel im Umgang mit der Pandemie. Gemeinsam mit den Virologen Professor Hendrik Streeck und Professor Jonas Schmidt-Chanasit haben wir das beiliegende Papier entworfen, welches fachlich auf breiten Füßen steht. Hierfür suchen wir weitere Unterstützer. Für die Initiatoren wäre es sehr wichtig, wenn auch Sie sich bereit erklären würden, als Erstunterzeichner dieses Papier zu unterzeichnen.

Wir plädieren in dem Papier

  • für die Einführung eines bundesweit einheitlichen Ampelsystems, anhand dessen sowohl auf Bundes- als auch Kreisebene die aktuelle Lage auf einen Blick erkennbar wird und damit regional angemessen reagiert werden kann.
  • dafür, die Ressourcen besonders auf den spezifischen Schutz der Bevölkerungsgruppen zu richten, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.
  • dafür, auf die Bereitschaft der Bevölkerung zur Mitarbeit zu setzen, allerdings  in Form von Ge- statt von Verboten.

Insgesamt möchten wir das Klima der Angst in ein Klima des verantwortlichen Miteinanders wandeln, denn nur gemeinsam können wir es final schaffen, diese Pandemie zu beherrschen.

Positionspapier im Volltext mit Unterstützern:
Positionspapier von Wissenschaft und Ärzteschaft

Anmerkung: Das Positionspapier wurde zwischenzeitlich von der KBV aktualisiert, sodass wir nun nur noch direkt auf die Webseite der KBV für das Positionspapier verweisen. Dort steht es zum Download zur Verfügung.