Pressemitteilungen

26.11.2018

SpiFa fordert unbedingte Nachbesserungen am Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG)

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) hält an seiner kritischen Sichtweise am TSVG fest. Für den weiteren parlamentarischen Beratungsprozess sieht der Verband zwei zentrale Punkte als maßgebliche Forderungen an. Beide seien dringend und wichtig.

An erster Stelle steht die Entbudgetierung ärztlicher Leistungen. „Diese Forderung ist weiterhin aufrecht zu erhalten“, sagte SpiFa-Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Heinrich am Montag in Berlin. „Budgets sind Versorgungsfeindlich und Urheber der Wartezeiten für den Patienten.“ Zudem müsse die sogenannte offene Sprechstunde freiwillig ausgestaltet werden. „Ein Zwang zum Angebot einer offenen Sprechstunde löst keine Probleme, weil die Vertragsärzte hinsichtlich ihrer Arbeitsbelastung bereits heute am Limit sind“, so Heinrich. Vertragsärzte, die mehr leisten können und wollen, hätten mit einem freiwilligen Angebot einer offenen Sprechstunde die Möglichkeit, das Versorgungsangebot zu erweitern.

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23.11.2018

SpiFa fordert konstruktiven Dialog

Im Dezember wird aller Wahrscheinlichkeit nach ein Referentenentwurf erscheinen. Dessen Gegenstand ist die geplante Neuregelung der Ausbildung der psychologischen Psychotherapeuten. Es gibt Hinweise darauf, dass der Gesetzentwurf zügig durch den parlamentarischen Beratungsprozess gebracht werden soll. In der Fachöffentlichkeit fehlt dazu bisher jedoch ein Meinungsbildungsprozess. „Den wollen wir anschieben“, sagt SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann am Freitag in Berlin.

Im Arbeitsentwurf zur Neuregelung der Psychotherapeutenausbildung geht es um eine Strukturreform des deutschen Gesundheitssystems. Dabei soll ein neuartiges psychologisches Versorgungssystem umgesetzt werden. Teil dessen sind neue Tätigkeitsfelder – auch außerhalb der jetzigen Grenzen des Gesundheitssystems. Das betrifft unter anderem den ambulanten Sektor großflächig. Keinesfalls handelt es sich um eine „Direktausbildung Psychotherapie“. Vielmehr soll in zwei Stufen ein Psychologe unterhalb des Niveaus eines heutigen klinischen Psychologen ausgebildet und auf der Grundlage von drei Semestern Lehrinhalten eines Masterstudiums heilkundlich approbiert werden. Er soll explizit keine Psychotherapie durchführen können, aber flächendeckend überall tätig werden können.

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21.11.2018

SpiFa fürchtet massiven Kostenanstieg und Eingriff in die Therapiefreiheit

Das Bundesministerium für Gesundheit hat verbindliche Mindestanforderungen an elektronische Programme für die Verordnung von Arzneimitteln durch Vertragsärzte definiert (§ 73 Absatz 9 SGB V). Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) begrüßt den Referentenentwurf grundsätzlich. Allerdings werde nach wie vor nicht das Problem überbordender Lizenzgebühren seitens der Hersteller gelöst, für die die Vertragsärzte geradestehen müssten.

Im Gegenteil: „Wir fürchten, dass es nun erneut zu einer Erhöhung der Lizenzkosten kommen wird“, sagte SpiFa-Vorstandsmitglied Dr. Hans-Friedrich Spies am Dienstag in Berlin. Bei der Annahme, dass 100.000 Praxen[1] mit monatlichen Mehrkosten für Lizenzkosten in Höhe von fünf Euro rechnen müssen, entsteht für die Gesundheitswirtschaft allein im Bereich der Vertragsärzte ein jährlicher Mehrbetrag in Höhe von rund sechs Millionen Euro, wenn die neue Rechtsverordnung erfüllt werden soll. Der SpiFa bittet den Gesetzgeber deshalb um eine entsprechende Korrektur. „Zusätzlich schlagen wir eine Ergänzung vor, wonach mögliche Erhöhungen der Lizenzkosten durch die gesetzlichen Krankenkassen zu erstatten sind.“

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24.10.2018

Kardiologen werden Mitglied im SpiFa

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), wächst auf 29 Mitglieder und bleibt damit Deutschlands größter Facharztdachverband. Neu an Bord ist der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. (BNK).

 „Wir begrüßen den BNK ganz herzlich in unseren Reihen und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit“, sagte SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann am Mittwoch in Berlin. Der aktuell vom SpiFa veröffentlichte Medizinisch-Ökonomische Fußabdruck der Fachärzte zeige, wie groß – neben der medizinischen – auch die wirtschaftliche Leistung der Fachärzte aller Fachrichtungen ist. „Diese Leistungen zu bündeln und gegenüber der Politik immer wieder in die Waagschale zu werfen, ist unser Anliegen“, so Lindemann.

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23.10.2018

SpiFa hält an Kritik am TSVG fest – und will Politik stärker beraten

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) will Politik und insbesondere Gesundheitspolitiker künftig noch stärker beraten. Das kündigte der SpiFa-Vorstandsvorsitzende, Dr. Dirk Heinrich, in Berlin an. Die gesundheitspolitische Debatte auf dem am Freitag stattgefundenen 4. SpiFa-Fachärztetag habe in Teilen Unwissenheit offenbart. „Das wollen und das können wir so nicht stehen lassen“, sagte Heinrich.

Am 19.10. hatte der SpiFa seinen inzwischen 4. Fachärztetag ausgerichtet und für eine Podiumsdiskussion Gesundheitspolitiker aller Fraktionen eingeladen. Das Thema: „Fachärzte „als Garanten für eine stabile medizinische Versorgung und für eine dynamische Gesundheitswirtschaft“, Anlass war die Veröffentlichung des Medinisch-Ökonomischen Fußabdrucks der Fachärzte durch den SpiFa am 18.10.. „In der Gesundheitspolitischen Debatte offenbart sich immer wieder, dass Politik zu wenig weiß, wie es tatsächlich vor Ort in den Praxen zugeht. Wir müssen und werden unsere Beratung verstärken“, sagt Heinrich. Bei der jüngsten Diskussion in Berlin war unter anderem geäußert worden, dass die Budgetierung ärztlicher Leistungen im ländlichen Raum stellenweise bereits aufgehoben worden sei. Eine Vertreterin der zuständigen KV widersprach. „Auch wir haben keine Kenntnis davon, wenngleich wir uns darüber freuen würden. Denn dass die Budgetierung ärztlicher Leistungen als Instrument versagt hat, sehen wir schon lange so.“ Mit der Fixierung auf Kostendämpfung seien die gesamtwirtschaftlichen Chancen des Gesundheitswesens völlig aus dem Blickfeld geraten. Weiterlesen

19.10.2018

4. SpiFa-Fachärztetag in Berlin eröffnet

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) seinen öffentlichen SpiFa-Fachärztetag. Am heutigen Freitag werden im Berliner Ellington Hotel zahlreiche Gäste erwartet. „Wir freuen uns sehr, insbesondere den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Beauftragten der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer, Herrn Christian Hirte, begrüßen zu können“, sagte SpiFa-Vorstandschef Dr. Dirk Heinrich.

Hirte betonte in seinem Vortrag „Ärzte in der Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR)“, dass Ärzte und Ökonomie nicht selbstverständlich zusammengehörten, dies sei ein sensibles Feld. Allerdings agierten Ärzte auch als verantwortungsvolle Unternehmer. Demnach schaffen niedergelassene Ärzte Arbeitsplätze, verwenden in ihren Praxen medizinische Geräte und Medizinprodukte, verschreiben Medikamente. Somit beeinflussten sie andere Wirtschaftsbereiche, das zeige der aktuelle Medizinische-Ökonomische Fußabdruck der Fachärzte.

„Das sehen wir als SpiFa genauso“, kommentierte Dr. Dirk Heinrich und fügte hinzu: „Die Effizienz des deutschen Gesundheitswesens wird wesentlich von den Fachärzten in Klinik und Praxis beeinflusst. Fachärzte arbeiten dabei Hand in Hand im Sinne einer Arbeitsteilung zwischen ambulanter und stationärer fachärztlicher Versorgung. Die deutsche ambulante fachärztliche Versorgung ist dabei weltweit einmalig und gilt es zu erhalten!“

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18.10.2018

Fachärzte sind Garanten für eine dynamische Gesundheitswirtschaft

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) veröffentlicht den aktualisierten Medizinisch-Ökonomischen Fußabdruck der Fachärzte. Fachärzte erbringen in Klinik und Praxis pro Jahr rund 462 Millionen Stunden Arbeitszeit, allein 202 Millionen Stunden entfallen auf die niedergelassenen Fachärzte. „Das zeigt, wie hoch deren Beitrag für eine hochwertige medizinische Versorgung der Bevölkerung ist“, sagt Dr. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa am Donnerstag.

Der niedergelassene Facharzt versorgt, wie die Hausärzte, jedoch nicht nur Menschen bei gesundheitlichen Problemen. Er ist zugleich Unternehmer und Arbeitgeber, investiert eigenes Vermögen in den Aufbau von Versorgungsstrukturen und schafft Arbeitsplätze. In der ambulanten ärztlichen Versorgung sind dies dauerhaft rund 700.000. „Die Honorarzuwächse in den letzten Jahren sind deshalb auch immer in die Sicherung und in die Attraktivität der Arbeitsplätze geflossen“, so Heinrich. Die Investitionen liegen bei rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr – und fließen vor allem in die Neueinrichtung und Umgestaltung von Arztpraxen, aber insbesondere auch in neue medizinische Geräte. Zu Beginn seiner Tätigkeit nimmt jeder Facharzt je nach Fachgruppe eine Anfangsinvestition in Höhe von 150.000 bis zu 1,5 Millionen Euro vor.

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17.10.2018

Digitalisieren oder digitalisiert werden?!

Wohin geht die digitale Reise im Gesundheitswesen? Darüber diskutieren am kommenden Donnerstag, 18. Oktober, beim Pre-Opening zum 4. SpiFa-Fachärztetag in Berlin, zahlreiche Akteure der Branche.

Digital trifft analog. Zur Start-Up-Session am 18. Oktober hat der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) Experten aus dem Bereich Digital Health eingeladen. „Eine hochwertige medizinische Versorgung von morgen kommt nicht ohne die Digitalisierung von heute aus“, sagt SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann am Mittwoch in Berlin. „Wir wollen Ärzte in Klinik und Praxis unterstützen, über Trends und aktuelle Entwicklungen in der Branche informieren. Und das geht am besten, wenn wir mit jenen reden, die den Digitalisierungsmotor am Laufen halten“, so Lindemann. „In rasender Geschwindigkeit fluten Gesundheits-Apps und technische Neuerungen den Gesundheitsmarkt, da falle es nicht immer leicht, den Überblick zu behalten und vor allem, die Spreu vom Weizen zu trennen.“, so Lindemann weiter. Weiterlesen

08.10.2018

4. SpiFa-Fachärztetag am 18./19.10.2018 in Berlin

Bereits zum 4. Mal findet der öffentliche SpiFa-Fachärztetag am18./19.10.2018 statt. Dieses Mal in neuem Gewand als SpiFa-medconference und über anderthalb Tage.

Beginn ist bereits am Vorabend des SpiFa-Fachärztetages am

Pre-Opening „Digital meets analog“
Donnerstag, 18. Oktober 2018 19:00 Uhr
Ellington Hotel Berlin, Nürnberger Straße 50-55, 10789 Berlin (Ellington Ground/Lounge)

Eröffnung 4. SpiFa-Fachärztetag
Freitag, 19. Oktober 2018 09:30 Uhr
Ellington Hotel Berlin, Nürnberger Straße 50-55, 10789 Berlin (Saal Femina)

Fachärzte in Deutschland stehen für die Garantie einer stabilen medizinischen Versorgung sowie für eine dynamische Gesundheitswirtschaft am Wirtschaftsstandort Deutschland. Wir freuen uns daher, insbesondere, den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragten der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer Herrn Christian Hirte, beim diesjährigen SpiFa-Fachärztetag begrüßen zu können.

Außer einer gesundheitspolitischen Podiumsdiskussion mit Mitgliedern des Ausschusses für Gesundheit des Deutschen Bundestages bietet das Programm zahlreiche Punkte für sprichwörtlich Jung und Alt. Besonders betonen wollen wir in diesem Zusammenhang auch den Dialog mit den jungen Medizinern. Unser „Junges Forum“ widmet sich daher der provokanten Frage „Freiberuflichkeit – ein Auslaufmodell oder heute mehr denn je notwendig?“.

Alle Informationen zum SpiFa-Fachärztetag, Programm und Anmeldung finden Sie unter https://www.medconference.de. Die Veranstaltung ist kostenfrei!

23.08.2018

Statement zum Honorarabschluss 2019 zwischen GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung

Lars F. Lindemann
Hauptgeschäftsführer des SpiFa

„Beim erfolgten Honorarabschluss für das Jahr 2019 von einem Erfolg zu sprechen, wird der Realität derer, die in der Versorgung der Versicherten jeden Tag Verantwortung übernehmen, nicht gerecht. Das dürftige Ergebnis dann noch mit Kommentaren zu garnieren, dass der GKV-Spitzenverband erfolgreich eine Überforderung der Versicherten abwenden konnte, während das System auf Finanzrücklagen von mehr als 20 Milliarden Euro hockt, ist nicht nur schlechter Stil, vielmehr bewirkt es ein Fortschreiben des Abwendens von der Selbstverwaltung. Dieses Elfenbeinturm-Denken verhöhnt jeden Arzt, der in seiner Praxis tagtäglich mit mehr Patienten, mehr Bürokratieaufwand und mehr Versorgungsaufwand konfrontiert ist. Vor diesem Hintergrund nicht einmal den Inflationsausgleich zu gewähren, zeigt wie entrückt der GKV-Spitzenverband von der Versorgung ist.“

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