18.05.2020

SpiFa: Ärzte sind keine Digitalisierungsassistenten

Der Fachärzteverband kritisiert, dass die Praxen Patienten bei der Pflege ihrer elektronischen Akte unterstützen sollen.

Berlin. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) mahnt Änderungen am geplanten Patientendaten-Schutz-Gesetz an. Vertragsärzte sähen sich nicht in der Rolle der „Digitalisierungs- und Datenverarbeitungsassistenten“, so der Verband.

Damit kritisiert der SpiFa die Regelung im Gesetzentwurf, der am Freitag in erster Lesung im Bundesrat beraten wird, dass Vertragsärzte die Patienten beim erstmaligen Befüllen ihrer elektronischen Patientenakte (ePA) sowie generell bei der Verarbeitung medizinischer Daten in der Akte (geplanter Paragraf 346 SGB V) unterstützen sollen.

Die Leistungen der vertragsärztlichen Leistungserbringer seien ärztliche Leistungen, die nicht zu einer bloßen Hilfestellung degradiert werden könnten, moniert der Verband in einer Mitteilung. Zumal es sich ja um Akten der Krankenkassen handele. Ab 2021 müssen die Kassen ihren Versicherten die ePA anbieten. (reh)

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