18.03.2016

SpiFa fordert neue GOÄ

Der Hauptgeschäftsführer des Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa), Lars F. Lindemann, nimmt Stellung zur Ablehnung der Novellierung der GOÄ durch den Vorstand der Bundesärztekammer.

„Wir sind froh, dass der Vorstand der Bundesärztekammer verstanden hat, dass der vorgelegte Entwurf den berechtigten Interessen der Ärzteschaft nicht nutzt sondern schadet.

Damit ist die ‚Chefsache GOÄ‘ des Ärztekammerpräsidenten Montgomery auf ganzer Linie gescheitert. Jetzt rächt sich, dass die Fachabteilung im eigenen Haus über Jahre hinweg personell ausgeblutet wurde. Die Ärzteschaft konnte dem PKV-Verband und McKinsey nichts Adäquates entgegensetzen. Zusätzlich wurden die Fachverbände konsequent nicht beteiligt. Wir gehen – nach wie vor – davon aus, dass die Zusage der Bundesärztekammer steht und die Verbände nun den aktuellen Stand der GOÄ, insbesondere die Leistungslegenden und -bewertungen erhalten. Die Fachverbände müssen nachvollziehen können, wie es zu der Entscheidung des Vorstandes der Bundesärztekammer gekommen ist.

Die Berufsverbände werden dann das Gesamtpaket analysieren und sich anschließend endgültig äußern. In diesem Kontext muss auch die Änderung des Paragrafenteils gesehen werden, den wir als Spitzenverband für Fachärzte in Klinik und Praxis nach wie vor in der jetzigen Fassung ablehnen.

Spät, aber nicht zu spät wird damit die Forderung der Allianz der Ärzteverbände und des Deutschen Hausärzteverbandes auf dem außerordentlichen Deutschen Ärztetages vom 23. Januar 2016 für Nachverhandlungen erfüllt. Dort wurde dieser Antrag knapp mit 109 zu 98 Stimmen abgelehnt.

Der SpiFa steht nach wie vor zur notwendigen Anpassung der alten GOÄ. Hierbei sind die Leistungslegenden und -bewertungen anzupassen. Für diese Anpassungen bieten wir die Expertise und den Sachverstand der Verbände an. Eine Veränderung der Bundesärzteordnung sowie des Paragrafenteils ist nicht notwendig.“