07.06.2017

SpiFa-Forderung nach Weiterentwicklung des Belegarztwesens findet Unterstützung des DÄT

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) fordert eine Weiterentwicklung des Belegarztwesens als guter und bewährter Möglichkeit für die Verzahnung ambulanter und stationärer Behandlungsstrukturen. Der Deutsche Ärztetag (DÄT) in Freiburg unterstützt diese Forderung.

„Das kooperative Belegarztwesen beinhaltet alle Voraussetzungen für eine moderne hochqualitative, sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung“, so Dr. Andreas Hellmann, stellvertretender Vorsitzender des SpiFa-Mitgliedsverbandes Bundesverband der Belegärzte (BdB).

In dem verabschiedeten Antrag zur Förderung des Belegarztwesens wird in der Antragsbegründung betont, dass das Belegarztwesen die einzige Versorgungsstruktur ist, in welcher die Patienten über alle Sektoren hinweg durch die gleiche Ärztin bzw. den gleichen Arzt betreut werden und gerade im ländlichen Raum Versorgungsengpässen wirkungsvoll begegnen kann.

Hellmann: „Die gesetzlichen und untergesetzlichen Hindernisse, die derzeit bestehen, verhindern, dass die Potenziale und Vorteile des Belegarztwesens vollständig greifen können. Von daher ist es notwendig – und dies wurde sowohl vom DÄT als auch von der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bestätigt – die Rahmenbedingungen anzupassen und die Voraussetzungen für eine sinnvolle Weiterentwicklung dieses Bereiches zu schaffen.“ Der SpiFa hat zudem eine eigene Arbeitsgruppe gebildet, die Vorschläge zur Weiterentwicklung des Belegarztwesens erarbeiten wird.