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	<title>Nina Warken Archive - SpiFa e.V.</title>
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	<description>Die Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands.</description>
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	<title>Nina Warken Archive - SpiFa e.V.</title>
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		<title>Wenn Sparen, dann aber gerecht: Einseitige Kürzungen gefährden die Versorgung!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Sophia Heinrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 11:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkommission]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Warken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) fordert angesichts der Einsparüberlegungen im ambulanten Bereich eine gerechte Lastenverteilung und warnt davor, die ambulante fachärztliche Versorgung zum Nachteil der Patientinnen und Patienten strukturell zu schwächen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/wenn-sparen-dann-aber-gerecht/">Wenn Sparen, dann aber gerecht: Einseitige Kürzungen gefährden die Versorgung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn die Regierungskoalition Einsparungen im Gesundheitswesen in Milliardenhöhe für unvermeidbar hält und „alle mit ins Boot geholt werden müssen“, wie die Bundesministerin für Gesundheit Nina Warken erklärt hat, dann greifen die Vorschläge der Finanzkommission Gesundheit zu kurz.<br><br>Einsparungen führen zur Schwächung von Strukturen im ambulanten Gesundheitsbereich. Das hat der Vizevorsitzende der Kommission, Prof. F. Gerlach, erklärt. Gerade deshalb dürfen Kürzungen nicht einseitig erfolgen, sondern müssen auf möglichst viele Schultern verteilt werden.<br><br>Tatsächlich hat die Kommission für den Bereich der ambulanten Versorgung weit überwiegend nur Vorschläge zu Einsparungen bei niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten gemacht. Allein hier sollen bis zu 3,2 Mrd. Euro gestrichen werden – davon entfallen rund 2,5 Mrd. auf die grundversorgenden Fachärztinnen und Fachärzte, etwa in den Bereichen Urologie, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie, Gynäkologie und Augenheilkunde. Genau diese Struktur zu schwächen, ergibt keinen Sinn, stellt der Bedarf an Facharztterminen doch den Dreh- und Angelpunkt der Reform der Primärversorgung dar.<br><br>Der SpiFa stellt klar:<br><br>Einsparungen im niedergelassenen Bereich müssen von Haus-, Kinder- und Fachärztinnen und -ärzten sowie psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten gemeinsam getragen werden. Nur so wird kein Bereich überbelastet. Nur so können die Auswirkungen der Einsparungen für Patientinnen und Patienten möglichst gering gehalten werden.<br><br>Umso unverständlicher ist es, dass bewährte Strukturen wie die offene Sprechstunde oder die Terminvermittlung über die Terminservicestellen zwar erhalten bleiben sollen, ihre Finanzierung jedoch infrage gestellt wird. Das ist weder sachgerecht noch betriebswirtschaftlich nachvollziehbar.<br><br>Der SpiFa erkennt an, dass das BMG und die Regierungskoalition vor schwierigen Entscheidungen stehen. Der Verband arbeitet aktiv an den Reformvorschlägen mit und bringt sich konstruktiv auch in die Spardiskussion ein.<br><br>Entscheidend ist jetzt, Vertrauen in die Verlässlichkeit politischer Entscheidungen zu sichern. Dieses Vertrauen wird untergraben, wenn Finanzierungen gestrichen werden, während Verpflichtungen bestehen bleiben.<br><br>Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. fordert daher: Einsparungen müssen gerecht verteilt werden und dürfen das notwendige Maß nicht überschreiten. Jede Schwächung von Versorgungsstrukturen hat unmittelbare Folgen für die Patientinnen und Patienten.<br><br>Pressemitteilung herunterladen: <a href="https://spifa.de/wp-content/uploads/2026/04/2026-04-09-SpiFa-PM_Wenn-Sparen-dann-aber-gerecht_Einseitige-Kuerzungen-gefaehrden-die-Versorgung.pdf">PM_Wenn Sparen, dann aber gerecht: Einseitige Kürzungen gefährden die Versorgung!</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/wenn-sparen-dann-aber-gerecht/">Wenn Sparen, dann aber gerecht: Einseitige Kürzungen gefährden die Versorgung!</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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		<title>Gesundheitspolitik im Reformjahr: SpiFa-Fachärztetag bringt Entscheiderinnen und Entscheider in Berlin zusammen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Sophia Heinrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 10:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. André Byrla]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. med. Dirk Heinrich]]></category>
		<category><![CDATA[Fachärztetag]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Warken]]></category>
		<category><![CDATA[SpiFa-Fachärztetag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) lädt in diesem Jahr zum 12. Mal zum traditionellen SpiFa-Fachärztetag nach Berlin. Die gesundheitspolitischen Panel stehen dabei unter den Vorzeichen großer Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem und tiefgreifender Reformvorhaben der schwarz-roten Koalition.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/gesundheitspolitik-im-reformjahr/">Gesundheitspolitik im Reformjahr: SpiFa-Fachärztetag bringt Entscheiderinnen und Entscheider in Berlin zusammen</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Vom 19. bis 20. März 2026 ist es wieder soweit. Als <em>die</em> gesundheitspolitische Leitveranstaltung der deutschen Fachärzteschaft bringt der SpiFa-Fachärztetag vor den Augen von rund 500 vor Ort oder im Livestream anwesenden Gästen jährlich die fachärztlichen Berufsverbände, die ärztliche Selbstverwaltung in Form der Bundes- und Landesärztekammern und die kassenärztlichen Vereinigungen auf Bundes- und regionaler Ebene mit den gesetzlichen und privaten Kostenträgern des Gesundheitssystems, der Gesundheitsindustrie sowie gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern und Medienvertretern zusammen.<br><br>Im Jahr 2026 stehen nunmehr die gesundheitspolitischen Veränderungen auf der Agenda, die die Bundesregierung in ihrem ersten Regierungsjahr angestoßen oder bereits auf den Weg gebracht hat, welche Implikationen damit für das Gesundheitswesen insgesamt und die fachärztliche Versorgung im Besonderen einhergehen und welche weiteren gesetzgeberischen Schritte im Sinne einer hochqualitativen, bedarfsgerechten Versorgung der Patientinnen und Patienten gegangen werden sollten. Dabei werden im Rahmen zahlreicher Fachvorträge und interdisziplinärer Diskussionspanel insbesondere die Ausgestaltung künftiger ambulanter wie stationärer Versorgungsstrukturen sowie aktuelle und perspektivische Innovationen der Gesundheitswirtschaft und medizinischen Forschung am Standort Deutschland im Fokus stehen.<br><br>Mit Spannung erwartet wird in diesem Kontext insbesondere die Keynote der Bundesministerin für Gesundheit, Frau Nina Warken MdB, die zusammen mit der darauffolgenden Eingangsrede des SpiFa-Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Dirk Heinrich, den Tenor für insgesamt elf über beide Tage verteilte interdisziplinäre Paneldiskussionen setzen wird. Dieser untermalt:<br><br>„Der direkte Austausch mit anderen Stakeholdern im Rahmen des SpiFa-Fachärztetages ist für uns als Stimme der Fachärzteschaft von zentraler Bedeutung. Das Gesundheitssystem steht vor gravierenden Veränderungen. Sowohl bereits auf den Weg gebrachte, als auch noch in den Kindesschuhen befindliche Reformvorhaben werden die fachärztliche Versorgung in Klinik und Praxis maßgeblich berühren. Es ist daher wichtig, jetzt den Dialog zu suchen, die enormen Herausforderungen, vor denen unser Gesundheitssystem steht, anzunehmen und gemeinsam die Weichen im Sinne der Patientenversorgung zu stellen. Wir Fachärztinnen und Fachärzte stehen dafür bereit.“<br><br>Nicht nur aus fachärztlicher Sicht wird in diesem Jahr ein besonderer Fokus auf der Ausgestaltung und den Auswirkungen eines möglichen Primärversorgungssystems liegen. Wie werden Haus- und Fachärztinnen und -ärzte die ambulante Versorgung künftig gemeinsam gestalten und wie lässt sich diese optimal mit der stationären Versorgung verzahnen? Welche Rolle kommt der Prävention vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und steigender Kosten im Gesundheitssystem zu und wie lässt sie sich besser in Versorgungsstrukturen integrieren? Wie kann durch kluge Ambulantisierungsanreize erreicht werden, dass Patientinnen und Patienten künftig keine unnötigen Krankenhausaufenthalte mehr erdulden müssen?<br><br>Die noch von der Koalition aus SPD, Grünen und FDP auf den Weg gebrachte Krankenhausreform stellte für die stationäre Versorgung eine Zäsur dar. Werden die nun vorgenommenen Anpassungen Verbesserungen für Patientinnen und Patienten bringen? Reichen sie aus oder gehen sie zu weit? Welche Rolle werden Belegärztinnen und Belegärzte in dieser neu gestalteten Krankenhausversorgung künftig spielen können und vielleicht müssen? Lässt sich ihre Einbindung unter den heute gegebenen Umständen stärken oder müssen die Voraussetzungen dafür erst geschaffen werden?<br><br>Mit Blick auf die enorme Bedeutung der deutschen Pharma-, BioTech- und Medizintechnologiebranche für die ambulante wie stationäre fachärztliche Versorgung wird die Frage gestellt und beantwortet werden, wie der medizinische Forschungsstandort Deutschland auch wirtschaftlich attraktiv bleibt. Innovationen made in Germany sind insbesondere in der Medizin keine Seltenheit. Am Beispiel präzisionsmedizinischer Errungenschaften der Nuklearmedizin wie der Radioligandentherapie wird eruiert werden, wie Jahrzehnte erfolgreicher Forschung am Standort Deutschland durch interdisziplinäre Kooperation, Investitionen in Infrastruktur und die Weiterentwicklung von Versorgungsmodellen ihren Weg in die klinische Versorgung finden und dort Maßstäbe setzen können.<br><br>Standortattraktivität misst sich nicht zuletzt auch Digitalisierungsfortschritten sowohl in der Gesundheitsforschung als auch in der Gesundheitsversorgung. Immer schneller voranschreitende Neuerungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz werfen nicht nur für die Industrie Fragen auf. Auch für die fachärztliche Versorgung können sich daraus Möglichkeiten ergeben. Doch wie sehen Chancen und Risiken aus? Wie ließe sich Künstliche Intelligenz in den Versorgungsalltag integrieren?<br><br>Nicht zuletzt gilt es zu klären: Wie will die Gesundheitspolitik die Weichen im Sinne der Versorgung der Patientinnen und Patienten stellen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesen und weiteren Themen freut sich der SpiFa auf die Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit und der Länderministerien, der im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen, der ärztlichen Berufsverbände und Selbstverwaltung, der Gesundheitswirtschaft und der gesetzlichen wie privaten Krankenversicherung.<br><br>Auch für den Hauptgeschäftsführer des SpiFa, Herrn Dr. iur. André Byrla, liegt die Stärke des SpiFa-Fachärztetages im multilateralen persönlichen Austausch:<br><br>„Gerade in Zeiten umfassender Reformen ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Perspektiven nicht nebeneinanderstehen, sondern miteinander ins Gespräch kommen. Der SpiFa-Fachärztetag schafft diesen Raum und verbindet fachliche Expertise mit politischer Verantwortung. Wir freuen uns, ihn im Jahr 2026 bereits zum 12. Mal ausrichten zu können.“<br><br>Pressemitteilung herunterladen: <a href="https://spifa.de/wp-content/uploads/2026/03/2026-03-12-PM_12.-SpiFa-Fachaerztetag-in-Berlin.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">PM_12. SpiFa-Fachärztetag bringt Entscheiderinnen und Entscheider in Berlin zusammen</a><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/gesundheitspolitik-im-reformjahr/">Gesundheitspolitik im Reformjahr: SpiFa-Fachärztetag bringt Entscheiderinnen und Entscheider in Berlin zusammen</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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		<title>Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur geplanten Apothekenreform</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Anna Zschommler]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Sep 2025 10:37:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[AMTS]]></category>
		<category><![CDATA[Apothekenreform]]></category>
		<category><![CDATA[Arzneimittelversorgung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hausärztinnen- und Hausärzteverband]]></category>
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		<category><![CDATA[Marburger Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Nina Warken]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Virchowbund]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) und weitere Verbände kritisieren die Ankündigung von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken beim Deutschen Apothekertag, Apotheken künftig mehr grundsätzlich urärztliche Aufgaben zu übertragen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/offener-brief-apothekenreform/">Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur geplanten Apothekenreform</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sehr geehrte Frau Bundesministerin,<br><br>Apotheken sind eine tragende Säule der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Sie sichern die wohnortnahe Abgabe von Arzneimitteln, beraten Patientinnen und Patienten mit hoher fachlicher Kompetenz und leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Arzneimittelversorgung der Bevölkerung. Die ärztliche Profession weiß die Rolle der Apotheken als Partner, insbesondere bei Fragen der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS), sehr zu schätzen.<br><br>Es ist nachvollziehbar, dass Ihr Haus Reformen zur Stärkung der Apotheken vorbereitet. Wir unterstützen ausdrücklich Maßnahmen, die die wirtschaftliche Basis der Apotheken stabilisieren, die Fachkräftesicherung verbessern und Bürokratie abbauen. Eine Stärkung der ländlichen Apotheken, eine flexiblere Organisation der Notdienste sowie Entlastungen bei Retaxationen sind richtige und notwendige Schritte.<br><br>Mit großer Sorge blicken wir jedoch auf die Pläne aus Ihrem Hause, Apotheken künftig mit Aufgaben zu betrauen, die einer ärztlichen Qualifikation zwingend bedürfen. Die vorgesehene Möglichkeit, verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Verordnung abgeben zu können – sei es bei Folgerezepten für chronisch erkrankte Menschen oder bei vermeintlich „unkomplizierten Erkrankungen“ – überschreitet aus unserer Sicht eine rote Linie.<br><br>Das bewährte Vier-Augen-Prinzip – Ärztinnen und Ärzte diagnostizieren und verschreiben, Apothekerinnen und Apotheker prüfen und geben Arzneimittel ab – ist ein zentrales Qualitätsmerkmal der Patientenversorgung. Wird dieses Prinzip aufgeweicht, drohen fehlerhafte und damit gefährliche Arzneimitteltherapien, eine riskante Fragmentierung der Versorgung und ein Verlust an Patientensicherheit. Eine Apothekerin oder ein Apotheker am Tresen kann nicht zuverlässig erkennen, ob ein vermeintlich unkomplizierter Harnwegsinfekt nicht doch gerade einen komplizierten Verlauf nimmt oder eine andere ernsthafte Erkrankung dahintersteckt. Apothekerinnen und Apotheker verfügen nicht über die notwendige fachliche Qualifikation, eine solche Einschätzung vorzunehmen. Die Vorstellung, Arztpraxen würden auf diese Weise entlastet, greift zudem ins Leere, während gleichzeitig die Koordinierungsfunktion der Ärztinnen und Ärzten im Rahmen eines einzuführenden Primärarztsystems, konterkariert wird. Im Gegenteil, es entstehen Doppelstrukturen, die mehr Bürokratie als Entlastung schaffen. Gerade chronisch kranke Menschen profitieren von kontinuierlicher ärztlicher Begleitung bei der Arzneimittelverordnung. Nur so lassen sich notwendige Therapieanpassungen vornehmen sowie Komplikationen und riskante Wechselwirkungen frühzeitig erkennen und die Patientensicherheit gewährleisten.<br><br>Ähnliches gilt für die geplante Ausweitung der Impf- und Diagnostikleistungen in Apotheken. Grippe- und Corona-Schutzimpfungen werden derzeit in Apotheken in relevantem Umfang weder angeboten noch nachgefragt. Gleichzeitig belegen Studien – sowie praktische Erfahrungen –, dass Impfquoten vor allem durch ärztliche Koordination und Begleitung steigen und eben nicht durch das Schaffen zusätzlicher Impfstellen. Wenn alle verantwortlich sind, übernimmt schlussendlich keiner die Verantwortung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen drohen das ohnehin komplexe System weiter zu zersplittern, anstatt die Versorgung gezielt verbessern zu helfen.<br><br>Aus ärztlicher Sicht sehen wir auch die Einführung von Früherkennungsuntersuchungen und Screeningtests in Apotheken mit großer Skepsis. Derartige Angebote erzeugen das Risiko einer Vielzahl falsch-positiver und nicht aussagekräftiger Befunde mit dem Ergebnis großer Verunsicherung auf Patientenseite. Damit einher ginge ein erheblicher diagnostischer Nachbearbeitungsaufwand mit steigenden Kosten für das Gesundheitssystem und eine Belastung von wertvollen fachärztlichen Ressourcen. Eine verantwortungsvolle Ausweitung solcher Leistungen muss zwingend an den Nachweis geknüpft sein, dass die eingesetzten Verfahren einen klar belegten Nutzen für Patientinnen und Patienten haben sowie gesundheitsökonomisch sinnvoll sind. Nur wenn Evidenz und Effizienzsteigerung im Gesamtsystem gegeben sind, rechtfertigt dies einen breiten Einsatz solcher Tests. Bisher liegen wissenschaftliche Untersuchungen zu einer solchen Zweckmäßigkeit jedoch nicht vor.<br><br>Sehr geehrte Frau Ministerin,<br><br>wir bitten Sie eindringlich, diese Pläne zu überdenken. Der Wille zur Stärkung der Apotheken darf nicht dazu führen, dass Aufgaben an Apotheken ausgelagert werden, die originär ärztliche Qualifikationen erfordern. Arztpraxen und Apotheken sind Partner zum Wohle der Patientinnen und Patienten – aber in klar definierten Rollen entsprechend ihrer Qualifikationen, die gemeinsam höchste Patientensicherheit und Versorgungsqualität gewährleisten.<br><br>Wir regen daher eindringlich an, im Rahmen der geplanten Reformen zur Stärkung der Apotheken, von jeglichen Überlegungen einer Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne ärztliche Verordnung sowie einer Ausweitung von Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen in Apotheken Abstand zu nehmen.<br><br>Gerne stehen wir für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung, wie Apotheken sinnvoll gestärkt werden können und gleichzeitig die Patientensicherheit gewahrt bleibt.<br><br>Zum offenen Brief: <a href="https://spifa.de/wp-content/uploads/2025/09/2025-09-19_Offener_Brief_Apothekenreform.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur geplanten Apothekenreform</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://spifa.de/offener-brief-apothekenreform/">Offener Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur geplanten Apothekenreform</a> erschien zuerst auf <a href="https://spifa.de">SpiFa e.V.</a>.</p>
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