31.08.2019

Versorgungsdaten als Basis einer evidenzbasierten Berufspolitik

  • Die Rolle von Daten in der berufspolitischen Argumentation wird immer wichtiger. Aussagen über die Realität der Versorgung – den geleisteten Aufwand, den Einsatz der Mittel und ihre Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit etc. – werden immer häufiger auf Basis von Daten begründet.
  • Wer die besseren Daten und Auswertungsmöglichkeiten hat, setzt sich durch. Deshalb hat sich der Spitzenverband der Fachärztlichen Berufsverbände e. V. (SpiFa) mit Hilfe des Deutschen Instituts für Fachärztliche Versorgungsforschung GmbH (DIFA) vorgenommen, diese Herausforderung anzunehmen. Durch die anonyme Sammlung von Daten aus den Praxen der Mitglieder der Berufsverbände in einer Gesellschaft, die den Berufsverbänden – und damit den Kollegen selbst – gehört, wird die Basis einer Versorgungsforschung geschaffen, die den Berufsverbänden eine erhebliche Stärkung ihrer berufspolitischen Autorität verspricht: durch Abkehr von der eminenz- und den Aufbau einer konsequent evidenzbasierten Berufspolitik.
  • Autoren: F. Cornelius, L. Lindemann, A. Schroeder, M. Schulze

Quelle: Der Urologe, Ausgabe 08/2019