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SpiFa: Spargesetz verschiebt die Lasten erneut zu den niedergelassenen Fachärztinnen und Fachärzten

Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) kritisiert die im Rahmen der Notfallreform geplanten Anpassungen des Beitragssatzstabilisierungsgesetzes als erneute Verschärfung der ungleichen Lastenverteilung.

Dazu erklärt der SpiFa-Vorstandsvorsitzende, Dr. med. Dirk Heinrich:

 

„Ausgerechnet die Praxen, um deren Facharzttermine sich die gesamte Diskussion im Gesundheitswesen dreht, werden durch das Beitragssatzstabilisierungsgesetz am stärksten belastet. So sehr die geplante Streichung der Fixkostendegression für Haus- und Kinderärzte zu begrüßen ist: Damit müssen im niedergelassenen Bereich die Fachärztinnen und Fachärzte fast den gesamten Sparbeitrag allein aufbringen. Auch die jetzt geplante Entlastung der Krankenhäuser zeigt die Unwucht des Spargesetzes. Die angeblich gleichmäßige Verteilung der Lasten auf alle Schultern ist damit ein Märchen. Wer vor diesem Hintergrund noch von einer Garantie für Facharzttermine spricht, muss ein Träumer sein.“

 

Die Koalition aus CDU, CSU und SPD will die Fixkostendegression für Haus- und Kinderärzte zurücknehmen und die Krankenhäuser zusätzlich finanziell entlasten. Für die fachärztlichen Praxen bleiben dagegen die zentralen Einschnitte bestehen: Die zusätzliche Finanzierung kurzfristiger Termine und offener Sprechstunden entfällt, bislang extrabudgetär vergütete Leistungen werden begrenzt und Vergütungszuwächse gedeckelt. Damit entzieht die Politik gerade den Praxen Mittel, von denen sie mehr Termine erwartet.

 

Der SpiFa fordert deshalb, im Zuge der Notfallreform auch die Kürzungen in der fachärztlichen Versorgung zurückzunehmen.

 

SpiFa-PM_Spargesetz verschiebt die Lasten erneut zu den niedergelassenen Fachärzten