Anlässlich der heutigen Vorstellung der Pläne der Bundesregierung zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken mahnt der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) eine faire und nachhaltige Lastenverteilung im Gesundheitswesen an.
„Einsparungen im ambulanten Bereich dürfen nicht einseitig zulasten der Fachärztinnen und Fachärzte gehen. Hausärztinnen und Hausärzte, Fachärztinnen und Fachärzte sowie nichtärztliche Psychotherapeutinnen und -therapeuten müssen gleichermaßen Verantwortung tragen“, erklärt der SpiFa. Eine unausgewogene Belastung einzelner Versorgungsbereiche gefährdet die Stabilität der ambulanten Versorgung und damit die medizinische Betreuung von rund 75 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland.
Zugleich fordert der SpiFa die Bundesregierung auf, ihrer finanziellen Verantwortung endlich gerecht zu werden. Insbesondere bei der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängerinnen und Bürgergeldempfängern besteht eine erhebliche Finanzierungslücke. „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass Beitragszahlende staatliche Aufgaben querfinanzieren. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sind aufgefordert, die bestehende Lücke von rund 12 Milliarden Euro unverzüglich zu schließen“, so der Verband.
Der SpiFa betont, dass eine nachhaltige Stabilisierung der GKV-Beiträge nur gelingen kann, wenn strukturelle Fehlfinanzierungen behoben und die Lasten gerecht verteilt werden. Einseitige Maßnahmen gefährden hingegen die Versorgungsqualität und das Vertrauen in das Gesundheitssystem.
Pressemitteilung herunterladen: PM_SpiFa warnt vor einseitiger Belastung der fachärztlichen Versorgung