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Teure Sparpolitik: Mehr Patienten unnötig ins Krankenhaus

SpiFa warnt: Geplante Regelung belohnt Krankenhausübernachtungen – auch bei Kindern und Jugendlichen. Statt Geld zu sparen, drohen zusätzliche Kosten und unnötige Krankenhausaufenthalte: Davor warnt der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e. V. (SpiFa). Der Grund ist die geplante Änderung der Vergütung für bestimmte Eingriffe. Ohne Übernachtung soll 2027 die bisherige Fallpauschale entfallen. Mit Krankenhausübernachtung bleibt sie bestehen.

„Wer Patientinnen und Patienten nach einem Eingriff sicher nach Hause entlässt, verliert die bisherige Fallpauschale. Wer sie über Nacht im Krankenhaus behandelt, behält sie. Damit macht die Politik Krankenhausübernachtungen finanziell attraktiver. Das spart kein Geld, sondern droht die Versorgung teurer zu machen“, erklärt Dr. med. Helmut Weinhart, stellvertretender Vorsitzender des SpiFa.

 

Betroffen sind auch Kinder und Jugendliche. Der SpiFa befürchtet mehr Krankenhausübernachtungen, obwohl eine sichere ambulante Behandlung möglich wäre.

„Ein Kind gehört ins Krankenhaus, wenn es medizinisch nötig ist. Es darf dort nicht bleiben, weil eine Übernachtung mehr Geld bringt. Diese „Sparpolitik“ belastet Patientinnen und Patienten wie Familien und kann die Beitragszahlerinnen und Beitragszahler am Ende teuer zu stehen kommen“, so Weinhart.

 

Der SpiFa fordert: Die geplante Regelung muss gestrichen werden.

 

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